Die Rebsorte St. Laurent

St. Laurent hat sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Rotweinsorten in Österreich entwickelt, vor allem was sehr hohe Qualitäten angeht.

Die Herkunft dieser feinen Rebsorte ist wissenschaftlich nicht ganz geklärt. Für uns Winzer ist es ziemlich klar, dass sie mit dem Pinot Noir in einem Naheverhältnis stehen muss, denn im Weingarten zeigt sie sich sehr ähnlich. Die engbeerige Sorte benötigt sehr viel Pflege und Feingefühl, da sie zur Fäulnis neigt. Sie reift sehr früh, woher auch ihr Name stammt – nämlich vom St. Laurentius-Tag dem 15. August. An dem Tag beginnt sie sich angeblich zu verfärben.

Das stimmt natürlich nicht in jedem Jahr so genau. Aber Faktum ist, dass St. Laurent früh reift. Gegenüber dem Pinot Noir, scheint die Schale des St. Laurents etwas dicker zu sein. Daher haben wir beim St. Laurent eine dünklere Farbe und auch mehr Tannin im Wein. Damit das ganze harmonisch ist, pflanzen wir St. Laurent immer auf kühleren Lagen. So reift er langsamer und gleichmäßiger. Es wird also nicht nur die Zuckergradation hoch, sondern auch die Beerenschale schön reif. „Kühlere“ Lage heißt für uns, wir pflanzen neben einem Wald. Der sorgt dafür, dass die Lage nach einem Sonnentag wieder rasch abkühlen kann.